Der Bogenring

Wie alles begann ...


18. Juli 2017 1 Kommentar
Bogenringe

… eigentlich der Urknall, die Initialzündung der ergoRING-Idee ereignete sich, wenn ich mich recht erinner, im Herbst 1994, als ich das erste Modell in der Form eines Bogenringes aus einem Wachsblock herausgearbeitet hatte – total fasziniert von der kühnen leicht schrägen Form, der klaren und schlichten Eleganz der Bogenlinie.

In diesem Moment oder besser in diesem Ring verdichteten sich Einflüsse die mich schon Jahre zuvor geprägt hatten. Da war meine erste Ausbildung zum Augenoptiker, bei der ich das möglichst perfekte Zusammenspiel von Mensch und Ding erlernte. Dann meine Zeit in der Goldschmiedewerkstatt Wolf Peter Schwarz in Ulm, wo das Schrägstellen der Ringschiene bei opulenten Schmuckringe bereits praktiziert wurde. Und schließlich meine eigene Hand, an deren Ringfinger so recht kein Ring Halt finden wollte und nur nervte.

Es dauerte noch etwas bis die besonderen Tragequalitäten dieser ersten Bogenringe erkannt und weiter entwickelt waren und schließlich das Attribut „ergonomisch“ ins Spiel kam. Später konnte ich den daraus resultierende Namen „ergoTRAURINGE“ als eingetragenen Marke beim Deutschen Patentamt schützen.

Erst kürzlich ergab sich die Gelegenheit, meinen wohl ersten goldenen Schmuckring in Bogenform von einer Kundin dieser Anfangszeit zurückzukaufen (den geb‘ ich jetzt nicht mehr her, der kommt mal ins ergoRing-Museum).

Bogenring anno 1994 , 750er Gelbgold mit naturfarbenen Brillanten

 

Ist schon verrückt, welche Vielfalt an Ringmodellen sich aus dieser Urform des ergonomischen Ringes entwickelt hat:

Der Einkant, Zweikant und Vierkant sind ganz nah verwandt ebenso wie der Doppelbogen- bzw. Navette-Ring. Erst später, als die Stunde der ergoTrauringe anbrach, kam die Reduzierung auf das Wesentliche, die Bandringe in ergonomischer Schrägstellung. Auch die Spezies der Spaltringe beziehen sich auf diesen Ursprung – besonders der beliebte Bogenspaltring.

Schwer jedoch hatte es vorerst der Bogenring als Trauring. Männer konnten sich nur selten für ihn begeistern – Frauen aber um so mehr, sie begeistern sich schon immer für seine elegant-feminine Linie.

Aus diesem Dilemma half die erlösende Idee, die Bogenlinie mit der gerade verlaufenden Einkantlinie (der Einkant ist der beliebteste Männerring in unserer Kollektion) zu verbinden – und alle waren und sind glücklich!

 

Bogen und Einkant ergoRingpaar aus Roségold mit 8 weissen Brillanten

 

„Geradezu ein Tanz von der Vertikalen in die Horizontale, der Spannung erzeugt – und in Eleganz wieder auflöst.“ (Tobi, my whispeRING)

matthias

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1 Kommentar


  • Sonja
    10. August 2017 um 19:00 Uhr

    Hey Matthias, was für ein schöner Beitrag. Schade, dass ich nicht mehr heiraten will …

    Liebe Grüße
    Sonja

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